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Die Diagnose der Histaminintoleranz

Sie ist, wie bereits dargelegt, aufgrund der unklaren Symptome nicht ganz leicht. Meist wird der behandelnde Arzt im Vorfeld andere Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik ausschließen. Er wird zum Beispiel je nach vorliegenden Symptonen untersuchen und prüfen, ob chronisch entzündliche Darmerkrankungen vorliegen. Ein EKG und ein Herz-Echo werden durchgeführt, ein Lungenfunktionstest oder einen Allergietest gemacht. Sind auf diese Weise andere Erkrankungen au8sgeschlossen, kann der Arzt mit einem speziellen Bluttest die Histaminkonzentration und Histaminabbau-Kapazität messen.

Schnell lässt sich eine Histaminintoleranz mit einem sogenannten Provokationstest diagnostizieren. Dabei wird dem Patienten unter ärztlicher Aufsicht Histamin in höherer Dosis verabreicht. So prüft man, ob dadurch Symptome hervorgerufen werden. Die Methode wird aber nur in Ausnahmefällen durchgeführt, weil sie nicht ungefährlich ist. Es kann zu starken Reaktionen und im schlimmsten Fall sogar zu einem anapylaktischen Schock kommen. Stattdessen versucht man häufig, mit einer angepassten Ernährung einer Histaminintoleranz entgegen zu steuern. Dabei sollten, zumindest für eine gewisse Zeit, histaminhaltige Lebensmittel möglichst ganz gemieden werden. Wenn sich in dieser Zeit die Symptome deutlich bessern, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass eine Histaminintoleranz vorliegt. Allerdings ist die Nahrung bei den Betroffenen nicht die einzige mögliche Ursache für eine Histaminunverträglichkeit. Viele Medikamente verstärken die Histaminfreisetzung. Dazu gehören:
• Analgetika ( wie Aspirin und Novalgin)
• Antibiotika (wie Amoxiklav und Curacef
• Antidepressiva
• Antihypertonsiva
• H2-Rezeptorantagonisten (Magensäurehemmer)
• Lokalanästhetika

Bei Medikamenten, die im Hinblick auf die Histaminfreisetzung problematisch sind, muss bei einer Histaminintoleranz eine Schaden-Nutzen-Abwägung erfolgen. Manche müssen im spezellen Fall trotzdem eingenommen werden, bei anderen gibt es auch weniger schädliche Präparate.